Das Bordhospital

Wie kann ich mir meinen zukünftigen Dienstort vorstellen? 

Selbstverständlich ist jeder Arbeitsplatzwechsel mit Veränderungen und Umstellungen verbunden. Jedoch kommt bei einem Wechsel vom Land aufs Schiff auch eine große Veränderung der äußeren Umstände hinzu. Und diese Veränderungen wirken sich auch auf Ihre tägliche Arbeit aus.

Hauptsächlich wirkt sich hier die räumliche Einschränkung aus – an Bord ist der Platz und damit auch die Ressourcen begrenzt. Aber auch solchen besonderen Herausforderungen wie die erschwerte Möglichkeit einer Überweisung an eine andere Fachrichtung oder das Einholen weiterer Untersuchungen, stehen Sie gegenüber. Hinzukommt die limitiere Personalverfügbarkeit während Notfallsituationen oder intensiv zu versorgenden Patienten.

Damit Sie sich bereits vorab ein Bild machen können, haben wir unter den nachstehenden Punkten diese Veränderungen für Sie erfasst und mit Leben gefüllt.

Es sind stets zwei Fachärzte mit drei Nurses an Bord. Jeweils ein Arzt und zwei Nurses bilden ein On-Duty Team, das 24 Stunden Dienst hat. Die Teams lösen sich jeweils um 20 Uhr ab.
Diese medizinische Betreuung garantiert TUI Cruises weltweit rund um die Uhr. Vormittags und nachmittags werden nacheinander Sprechstunden für die Crew und die Passagiere abgehalten. Auf die 24-Stunden Dienste folgen 24 Stunden Freizeit, welche allerdings durch wiederkehrende, vom Seerecht für das Schiffspersonal vorgeschriebene Sicherheitstrainings unterbrochen werden können.
Sollte ein Schiffsarzt aus unvorhergesehenen Gründen ausfallen, sorgt ein Springerkonzept von Ärzten kurzfristig für einen Ersatz.

Die Zusammenarbeit ist das A und O, da das Hospitalteam aus nur 5 Personen besteht. Wenn es hart auf hart kommt, ein Patient schwer erkrankt und intensivmedizinisch an Bord versorgt werden muss oder eine Notausschiffung ansteht, ist Jeder im Team gefragt, damit es gemeinsam gelingt, alle erforderlichen Maßnahmen in der Kürze der Zeit professionell einzuleiten.

Alle Schiffe der Mein Schiff Flotte von TUI Cruises verfügen über ein Bordhospital mit modernem Equipment sowie einem Labor, einem OP für kleinchirurgische Eingriffe und einer voll ausgestatteten Intensivstation, die einer Notfallambulanz eines deutschen Krankenhauses entspricht. Neben der Notfallversorgung wird eine Bordapotheke mit deutschen Qualitätsmedikamenten angeboten, um für die größtmögliche Sicherheit der Patienten zu sorgen. Digitale Röntgen- und Ultraschallgeräte, EKG, BGA, Notfallbeatmungsgeräte, Defibrillatoren sowie Notfallkoffer für Kinder und Erwachsene stehen Ihnen zur Verfügung.

Krankheitsbilder unterscheiden sich im Allgemeinen nicht so sehr von denen aus einer Praxis für Allgemeinmedizin. Am häufigsten sind Erkältungskrankheiten oder Magen-Darm-Verstimmungen. Viele Kreuzfahrtkrankheiten sind schnell behoben und der Weiterreise steht nichts im Wege.
Dennoch ist an Bord eine größere Brandbreite gegeben, welche mitunter recht anspruchsvoll ist:
von der Feststellung eines grippalen Infekts, über komplizierte Frakturen, Betreuung von intensivmedizinischen Patienten bis hin zum Todesfall. Auch ist der Schiffsarzt für medizinische Notfälle wie Herzinfarkte, Schlaganfälle und schwere Verletzungen zuständig. Der Schiffsarzt muss breit aufgestellt sein, um allen Krankheitsbildern an Bord gerecht werden zu können.

Wenn allerdings weitere diagnostische Schritte durchgeführt werden müssen oder abzusehen ist, dass ein Patient die Reise aus medizinischen Gründen beenden muss, wird eine Ausschiffung organisiert. Diese findet auf See per Rettungsboot oder Helikopter oder per Ambulanz im nächsten Hafen statt.

Durch die Einführung der Telemedizin bringt TUI Cruises zusätzliche Fachexpertise an Bord der Mein Schiff Flotte. Weltweit werden Röntgenbilder verschlüsselt von den Bordhospitälern zur Radiologie des Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) an Land versendet, wo Radiologen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr eine Zweitbefundung innerhalb von nur 30 Minuten zurücksenden. Durch die Einführung der Teleradiologie erhöht sich die diagnostische Qualität an Bord.

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