Leben und arbeiten an Bord

So vielseitig die Zielorte und Vorschriften sind, so unterschiedlich sind auch die Menschen, welche ein Schiffsarzt versorgt. Die Crew setzt sich aus über 40 Nationen zusammen. Die Bordsprache ist Englisch, während mit den Gästen Deutsch gesprochen wird.

In den Bereichen des Schiffes, welche für Passagiere nicht zugänglich sind, findet das Privatleben der Crew statt. Crew mess, coffee shop, crew open deck, crew bar, smoking rooms und gaming rooms bilden Rückzugsorte für die Crew. Dort lernt man auch immer wieder die unterschiedlichsten Kollegen aus diversen Departments und Nationen kennen. Einige trifft man auch von Vertrag zu Vertrag wieder.

Der leitende Schiffsarzt hat dreieinhalb goldene Streifen auf der Uniform, der Staff Captain hat vier goldene Streifen und der Captain viereinhalb Streifen. Im Passagierbereich besteht Uniformtragepflicht. Welchen Stellenwert das Hospital an Bord hat, wird auch dadurch unterstrichen, dass der leitende Schiffsarzt mit allen anderen leitenden Offizieren vom Kapitän auf der Bühne den Gästen vorgestellt wird. Die Schiffsärzte können sich auch im Passagierbereich mit entsprechender Rücksichtnahme frei bewegen und haben Zugang zu allen Einrichtungen. Selbstverständlich gilt in allen Bereichen immer die „guest first policy“.

Die Unterbringung ist seemännisch. Sie werden in einer Einzelkabine untergebracht, welche in unmittelbarer Nähe des Hospitals angesiedelt ist. Diese Nähe zum Arbeitsplatz ist nicht nur aus fachlichen Gründen notwendig, sondern auch ein Ausdruck von Heimat fern der Heimat. Der Wohnraum hat 11 qm. Die Kabine liegt je nach Schiff auf Deck 2, 3 oder 4 und wird täglich gereinigt – ebenso Ihre Uniform sowie Privatkleidung.
Auch müssen Sie sich um Ihre leibliche Versorgung keine Gedanken machen – Sie sind schließlich auf einem Kreuzfahrtschiff. Die verschiedenen Restaurants an Bord verwöhnen nicht nur die Gäste, sondern auch Sie als Crew-Mitglied. Zusätzlich zu den Restaurants im Gästebereich haben Sie die Möglichkeit die Crew Mess (Kantine) aufzusuchen. Diese ist tagsüber fast durchgängig geöffnet. Sollten Sie aufgrund von Notfällen oder außergewöhnlichen Situationen auch einmal außerhalb der gewöhnlichen Mahl-Zeiten etwas essen wollen, so steht Ihnen unser Tag & Nacht Imbiss 24h zur Verfügung.

Alle Besatzungsmitglieder müssen die an Bord geltenden Regeln und Vorschriften kennen, Wissen nachweisen und verpflichtende Rettungsübungen in den ersten Wochen absolvieren.
Die ersten drei Wochen sind neben der Schiffsarzttätigkeit von Sicherheitstrainings geprägt. Was tun, wenn´s brennt? Womit löscht man verschiedene Brände am besten? Wie evakuiert man 3.500 Menschen auf so engem Raum? Wie viele Rettungsboote gibt es, wie viele Menschen passen hinein und sehr vieles mehr. Nach etwa 15 Trainingseinheiten wird ein Test geschrieben, denn Sicherheit wird an Bord großgeschrieben. So ähnlich geht es dann im Tagesgeschäft auch weiter. Einmal pro Woche findet ein Drill statt. Dabei werden verschiedene Szenarien, so realistisch wie möglich nachgestellt. Das Hospitalteam ist mit einem Funkgerät immer dabei.
Als Schiffsarzt müssen Sie das Schiff - auch außerhalb des Hospitals - vom Bug bis zum Heck, vom untersten Deck bis zum Ausguck kennen, wissen, was wo ist und welche Kennzeichnungen es gibt. Auch für die alltäglichen Abläufe gibt es viele Vorschriften, festgehalten im Ship Quality Management Manual. Die Regelmäßigkeit dieser Trainings und Drills garantiert, dass im Ernstfall die Abläufe auch reibungslos funktionieren. Das Hospitalteam übt bei jedem Crew Drill mit. Auch das Team, das eigentlich an diesem Tag off-duty wäre.

Mit Beginn Ihres Einsatzes erfolgt zunächst eine umfassende Einarbeitung in das neue Arbeitsumfeld. Zwischen fünf bis sieben Tage dauert Ihre Einarbeitung durch Ihren Vorgänger, welcher Sie in die täglichen Abläufe und Dokumentationssysteme einweist. Dabei begleiten Sie die Sprechstunde.
Die Einführung in die medizinischen Geräte wird vom leitenden Schiffsarzt durchgeführt.
Neben den medizinischen Belangen sind die ersten drei Wochen mit vielen Trainings gefüllt. In dieser Einarbeitungszeit werden auch Veränderungen in den Regularien und im Safety Quality Manual erarbeitet.

Viele Fälle und Umstände werden kollegial und gemeinsam beraten. Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist die Freude an der Tätigkeit, die Bereitschaft zu lernen und sich anzupassen, dazu Offenheit und Flexibilität. Eigenschaften, die Sie mitbringen sollten, um sich auf das Abenteuer einzulassen.
Jedes Department hat seine spezifischen Aufgaben, die kompetent den Wohlfühlcharakter unserer Flotte garantieren. Ein Schiff wird immer verglichen mit einer kleinen Stadt. Funktionieren kann es nur durch Zusammenarbeit, durch Verständnis auf Augenhöhe für den anderen Arbeitsbereich, aber auch durch das Wissen, welche Kompetenz von welcher Abteilung erwartet wird.

In den Onboard Regulations finden Sie viele Verhaltensregeln zu allen möglichen Themen wie zum Beispiel public access, safety regulations, fire protection, alcohol and drugs. Diese liegen in jeder Crew-Kabine aus und sollten eingängig studiert werden, um Verstöße zu vermeiden.

In der Freizeit wird schiffsseitig viel angeboten, wie Sportmöglichkeiten im Fitnessraum, Begleitung von Radtouren oder Landausflügen, Mitwirken am Shanty Chor, eine Bibliothek, Sonnenliegen auf dem Crewdeck, eine Crewbar und vieles mehr.
Die Crew organisiert des Öfteren Crewausflüge zu besonders interessanten Sehenswürdigkeiten. Diese gemeinsamen Veranstaltungen tragen verstärkt zur Team-Bildung bei.

„An Bord der Mein Schiff Flotte wird Medizin auf hohem europäischen Standard geleistet. Die Kombination aus ärztlicher Tätigkeit und Reisen um die Welt zeichnet die Mein Schiff Flotte aus.“
Prof. Dr. Berthold Petutschnigg,
Ärztlicher Berater und Chief Senior Doctor, TUI Cruises

„Ich arbeite gerne im Bordhospital der Mein Schiff Flotte, weil mir der Umgang mit Menschen aus über 40 Nationen wieder den Blick für den Alltag geweitet hat.“
Dr. Barbara Held,
Senior Doctor, TUI Cruises

„Bei TUI Cruises kann ich meine Erfahrungen erfolgreich einbringen und gleichzeitig meine Sehnsucht nach dem Meer und fremden Ländern  stillen. Darüber hinaus ist die Arbeit im Hospital-Team von besonders angenehmer Atmosphäre geprägt."
Dr. Johannes Babilas,

Senior Doctor, TUI Cruises

"TUI Cruises ermöglicht mir durch die großzügigen Übergangszeiten eine gute Einarbeitung.“
​​​​​​​Dr. Nilufar Jawadi,
Doctor, TUI Cruises

Was bedeutet midship? Wofür steht die Abkürzung BRL und was macht eigentlich ein Lotse? Hier finden Sie die Antworten und weitere typische nautische Begriffe, die Sie kennen sollten. So sind Sie bestens für Ihren Aufenthalt an Bord gewappnet.

A

  • Achtern: Der hintere Teil des Schiffes, auch Heck genannt
  • Ahoi: Signalwort beim Ausruf anderer Fahrzeuge, oft missverstanden als Grußwort
  • Auslaufen: Verlassen des Hafens
  • Ausschiffen: Das Ende der Kreuzfahrt, wenn die Passagiere von Bord gehen
  • Äquatortaufe: Ritual, wenn ein Besatzungsmitglied oder ein Passagier zum ersten Mal auf See den Äquator überquert (es gibt ebenfalls die Polartaufe)
  • Ankern: Den Anker auswerfen, um nicht durch Wind, Strömung oder Wellen abgetrieben zu werden
  • Auf Reede liegen: Schiff liegt vor Anker; das Schiff ist entweder zu groß für die Pier oder es ist kein Liegeplatz frei. Die Passagiere werden mit Tenderbooten an Land gebracht.
  • Ausbooten: Transport der Passagiere vom Kreuzfahrtschiff zum Hafen mit Tenderbooten, meistens in kleinere Häfen, für die die Schiffe zu groß sind


B

  • Backbord: Linke Seite des Schiffes in Fahrtrichtung, englisch port side
  • Beaufortskala: Dient zur Klassifikation der Windgeschwindigkeit:
    • Stufe 0: Windstille
    • Stufe 1: leiser Zug
    • Stufe 2: leichte Brise
    • Stufe 3: schwache Brise
    • Stufe 4: mäßige Brise
    • Stufe 5: frische Brise, frischer Wind
    • Stufe 6: starker Wind
    • Stufe 7: steifer Wind
    • Stufe 8: stürmischer Wind
    • Stufe 9: Sturm
    • Stufe 10: schwerer Sturm
    • Stufe 11: orkanartiger Sturm
    • Stufe 12: Orkan
  • Bereederung: Bezeichnet den Unterhalt und Betrieb des Schiffes
  • Bilge: Unterster Raum im Rumpf des Schiffes
  • Boje: Im Allgemeinen ein fest verankerter Schwimmkörper. Weist auf Gefahren hin oder markiert eine Position
  • Bordkarte: Dienst als Zimmerschlüssel, Zahlungsmittel und Ausweis
  • BRL: Bordreiseleitung
  • BRT: Abkürzung für Bruttoregistertonne, ein (veraltetes) Maß für die Größe der Schiffe
  • Brücke: Kommandozentrale; von hier aus manövrieren der Kapitän und seine Offiziere das Schiff.
  • Brückenoffiziere: Zuständig für die Navigation und Steuerung
  • Bug: Der vordere Teil des Schiffes
  • Bugstrahlruder: Dient als Hilfe bei An- und Ablegemanövern (siehe auch Heckstrahlruder)
  • Bullauge: Rundes Kabinenfenster, welches nicht geöffnet werden kann
  • Bunker: Treibstofflager des Schiffes


C

  • Charter: Miete eines Schiffes
  • Chief Purser: Verantwortlich für Finanzen und Behörden
  • Crew: Die Mannschaft bzw. Besatzung an Bord. Meist unterteilt in Deck & Engine und Hotel Department
  • Cruise Director: Chef für Freizeit und Unterhaltung, die Stimme des Schiffs


D

  • Davits: Kräne, die die Rettungsboote und Zodiacs ausschwenken
  • Deck: Stockwerk oder Etage des Schiffes. Bei vielen Kreuzfahrtschiffen gibt es übrigens kein 13. Deck
  • Decksplan: Übersicht der Decks mit verschiedenen Bereichen; an Bord auffindbar an den Fahrstühlen
  • Dippen: Maritimer Gruß, wenn zwei Schiffe sich begegnen. Die Flagge wird halb niedergeholt und wieder gehisst
  • Disembarkation: Anderes Wort für Ausschiffen
  • Dock: Anlegestelle des Schiffes (auch Pier oder Kai)


E

  • Ebbe: Sinkender Meeresspiegel durch ablaufendes Wasser infolge der Gezeiten
  • Einschiffen: Beginn einer Kreuzfahrt, wenn die Passagiere an Bord gehen
  • Eisklasse: Einstufung der Eisfestigkeit von Schiffen, welche für den Einsatz in eisbedeckten Gebieten konzipiert sind. Die BREMEN und HANSEATIC der Reederei Hapag-Lloyd sind beispielsweise vollkommen anders konstruiert als „normale Kreuzfahrtschiffe“, u.a. mit einer höheren Stahlplattendichte und einem verstärkten Rumpf.
  • Etmal: Strecke, die ein Schiff von Mittag bis nächsten Mittag zurücklegt. Das Etmal wird in Seemeilen angegeben.


F

  • Faden: Nautisches Langenmaß. 1 Faden = 6 Feet = 72 Inches = 1,82 m
  • Fahrwasser: Fahrstreifen vor der Küste, gekennzeichnet durch Bojen, der auch bei geringem Wasserstand die nötige Tiefe aufweist
  • Flagge: Ein Schiff trägt diverse Flaggen:
  • Nationalflagge
  • Flagge des Gastlandes
  • Reederei-Flagge
  • Signalflaggen
  • Flaggenalphabet: Dient in der Schifffahrt dazu, Nachrichten durch Signalflaggen auszutauschen. Durch den technischen Fortschritt haben die Signalflaggen teilweise an Bedeutung verloren.
  • Flaggschiff: Das wichtigste, meist auch größte bzw. neueste Schiff einer Reederei
  • Flut: Steigen des Wasserstandes infolge der Gezeiten
  • Freihafen: Hafen ohne Zollvorschriften


G

  • Galley: Schiffsküche
  • Gangspill: Ankerwinde
  • Gangway: Zugang zum Schiff (z.B. Treppe oder Steg)
  • Gezeiten: Periodische Wasserbewegungen des Ozeans – Heben und Senken des Meeresspiegels
  • Gieren: Vom Kurs abkommen


H

  • Hafengebühr: Miete im Hafen und für Leistungen, die für das Anlegen notwendig sind, wie z.B. Frischwasser. Die Gebühren sind von Hafen zu Hafen unterschiedlich. Die Höhe des Betrags wird auch durch die Größe des Schiffes und die Aufenthaltsdauer im Hafen bestimmt.
  • Havarie: Schiffsunglücke
  • Heck: Der hintere Teil des Schiffes; auch Achtern genannt
  • Heckstrahlruder: Dient als Hilfe bei An- und Ablegemanövern
  • Heimathafen: Ort, an dem das Schiff registriert ist
  • Heuer: Die Bezahlung der Seeleute. Das Abschließen eines „Heuervertrages“ mit dem Reeder wird als „Anheuern“ bezeichnet.
  • Hieven: Bezeichnung für den Vorgang, bei dem eine Ladung per Seilzug von Land an Bord gebracht wird.
  • Hot Man: Abkürzung für Hotelmanager, verantwortlich für den Hotelbetrieb an Bord


J

  • Jakobsleiter: Strickleiter; wird zu Außenbordarbeiten im Hafen oder für Rettungsboote verwendet, nicht für Lotsen (siehe Lotsenleiter)
  • Jungfernfahrt: Die erste Reise eines Schiffes mit Passagieren nach der Taufe


K

  • Kai: Anlegestelle des Schiffes (auch Dock oder Pier)
  • Kajüte: Schlaf- bzw. Wohnraum an Bord eines Schiffes
  • Kapitän: Oberster Chef an Bord, trägt die Gesamtverantwortung für Crew und Passagiere
  • Kiel: Mittschiffs im Boden angebrachte Längsverband eines Schiffes, quasi das „Rückgrat“ des Schiffes
  • Kiellegung: Beginn eines Schiffneubaus in der Werft
  • Kielwasser: Wasserspur eines fahrenden Schiffes
  • Kimm: Sichtbare Linie zwischen Wasser und Himmel auf dem offenen Meer
  • Klarieren: Behördenformalitäten beim Ein- und Auslaufen im Hafen
  • Klassifikationsgesellschaft: Stellen Klassifikationszertifikate für Schiffe aus
  • Knoten: Einheit für die Geschwindigkeit eines Schiffes: 1 Knoten = 1,852 km/h. Wenn ein Schiff mit einer Geschwindigkeit von 20 Knoten in der Stunde fährt, legt es in dieser Zeit eine Strecke von 37,04 km zurück.
  • Koje: Schlafplatz im Schiff
  • Kombüse: Schiffsküche
  • Kommandobrücke: Bezeichnet das Deck, von dem aus das Schiff vom Kapitän und seinen Offizieren gesteuert und navigiert wird
  • Kurs: Gibt an, in welche Richtung das Schiff unterwegs ist


L

  • Lee: Dem Wind abgewandte Seite
  • Log: Gerät zur Messung der Fahrtgeschwindigkeit
  • Lot: Gerät zur Messung der Wassertiefe. Das Echolot misst die Tiefe mittels Schallwellen.
  • Lotse: Nautischer Berater des Kapitäns mit mehrjähriger Erfahrung in bestimmten Gewässern, sodass er dem Kapitän sicher vorbei an Untiefen, Hindernissen etc. geleiten kann. In vielen Gewässern besteht eine Lotsenannahmepflicht. Man unterscheidet zwischen See- und Hafenlotsen.
  • Lotsenleiter: Im Gegensatz zur Jakobsleiter muss die Lotsenleiter bestimmten Bauartvorschriften unterstehen. Alle 2 Meter befinden sich Spreizstufen, um das Verdrehen der Leiter zu verhindern.
  • Löschen: Schiff wird entladen
  • Luv: Dem Wind zugewandte Seite


M

  • Manifest: Verzeichnis über Passagiere, Crew und Ladung
  • Marschfahrt: Die Geschwindigkeit, mit der ein Schiff am ökonomischsten fährt, d.h. mit der gegebenen Treibstoffmenge den weitesten Weg zurücklegen kann
  • Mayday: Internationaler Notruf im Funksprechverkehr
  • Midship: Mitte des Schiffes, zwischen Bug und Heck. Hier ist die Bewegung des Schiffes am Geringsten
  • MS: Abkürzung für Motorschiff
  • Musterstation: Sammelpunkt für Rettungsaktionen


N

  • Nautik: Wissenschaft der Schifffahrt und Navigation
  • Nebelhorn: Signalhorn zur Erzeugung von Schallsignalen bei Nebel.
  • NRT: Abkürzung für Nettoregistertonnen


O

  • Offizier: Leiter von verschiedenen Abteilungen auf dem Schiff


P

  • Peilung: Feststellung der Richtung eines Objektes
  • Pier: Anlegestelle des Schiffes (auch Dock oder Kai)
  • Polartaufe: Ritual, wenn ein Besatzungsmitglied oder ein Passagier zum ersten Mal auf See den Polarkreis überquert
  • Poller: Dienen der Befestigung von Schiffen
  • Positionslichter: Geben nachts die Position und Fahrtrichtung des Schiffes an


Q

  • Querab: Seitlich des Schiffes


R

  • Reede: Anker eines Schiffes im freien Wasser (s. auch Auf Reede liegen)
  • Reling: Geländer um ein freiliegendes Deck
  • Rollen: Schaukeln des Schiffes von Seite zu Seite
  • Rückströmung: Bewegung des Wassers beim Rückwärtsfahren durch die Schraube
  • Ruder: Steuerung des Schiffes, befindet sich am Heck des Schiffes


S

  • Schlingern: Seitliches Schaukeln; die Wellen treffen von der Seite auf das Schiff
  • Schwesternschiff: Baugleiche Schiffe
  • Schotten: Öffnung im Deck oder einer Trennwand, die durch Luken verschlossen werden kann, um das Eindringen von Wasser zu verhindern
  • Seegang: Durch Wind verursachte Bewegung des Schiffes
  • Seemeile: Nautisches Längenmaß, auch nautische Meile. 1 Seemeile entspricht 1,852 km
  • Seenotrettungsübung: Vorgeschriebene Rettungsübung, bei der die Sicherheitshinweise und -abläufe erklärt werden. Die Übung muss in den ersten 24 Stunden nach Ablegen des Schiffes erfolgen.
  • SOS: Internationale Notrufzeichen. SOS steht für „Save our Souls“
  • Stampfen: Schaukeln des Schiffes in Längsrichtung; die Wellen treffen von vorne auf das Schiff
  • Stapellauf: Das Zuwasserlassen eines Schiffes
  • Stabilisator: Flosse im Schiff, um das Rollen um ihre Längsachse zu verringern
  • Steuerbord: Rechte Seite des Schiffes in Fahrtrichtung. Schiffe wurden früher auf der rechten Seite in Fahrtrichtung gesteuert, daher Steuerbord.


T

  • Takelage: Masten und Tauwerk eines Segelschiffes
  • Tendern: Übersetzen an Land, wenn das Schiff auf Reede liegt
  • Tiefgang: Maß von der Wasserlinie bis zum tiefsten Punkt des Kiels
  • Traversieren: Seitliche Bewegung eines Schiffes. Im Zusammenspiel von Bugstrahlruder und Heckstrahlruder ist eine seitliche Bewegung des Schiffes möglich. Vor allem hilfreich bei An- und Ablegemanövern.
  • Trockendock: Ein Becken zur Reparatur. Nach Einschwimmen des Schiffes werden die Docktüren geschlossen und das Dock leergepumpt.


U

  • Untiefe: Eine flache Stelle in einem Gewässer


W

  • Wasserlinie: Höhe der Wasserfläche am Schiffsrumpf


Z

  • Zodiac: Kleine, wendige Gummi-/Schlauchboote, die insbesondere auf Expeditions-Kreuzfahrtschiffen mitgeführt werden und ebenfalls als Tender eingesetzt werden können
Mit der Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Für die Nutzung des vollen Funktionsumfanges der Webseite, bestätigen Sie bitte auch die Verwendung von Third-Party-Cookies. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung
Ok